Interview - Kreuzkirche Lüneburg

Kreuzkirche Lüneburg
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Interview

Gemeindeleben > Kreativtreff
Am Anfang war . ..
 
eine Frauengruppe, die der Gemeinde und sich etwas Gutes tun wollte. Daraus entstand der Kreativtreff für Frauen. Die Frauen der ersten Stunde, Annegret Böschen, Karin Hüll und Moni Kuth im Gespräch mit Marlis Otte:
 

Frau Böschen, Frau Hüll und Frau Kuth, wie und wann entwickelte sich die Frauengruppe zum Kreativtreff für Frauen ?
 
Die Frauengruppe war schon längere Zeit aktiv. Zum einen halfen die Frauen in der Gemeinde, wenn Frauenpower gefragt war. Zum anderen sorgten sie auch für sich selbst: mit Themenabenden, gemeinsamen Kochen u. ä.
Dann verlagerten sich die gestalterischen Schwerpunkte. Und so entwickelte sich aus dieser Gruppe der KreativTreff.
Der damalige Frauenarbeitskreis führte schon seit fast  20 Jahren Basare durch. Beim Adventsbasar 1999 konnte der KreativTreff diese Arbeit mit einem neuen Angebot unterstützen. Und ab Ostern 2000 hat dann der KreativTreff die Bestückung und Gestaltung der beiden Basare übernommen. Es war ein gelungener Wechsel. Ein neues Format, in dem traditionelle Inhalte und neue Impulse sich ergänzten.
 
Frau Kuth, wie viele Frauen sind jetzt im Kreativtreff aktiv und wie wird entschieden was gearbeitet werden soll ?
 
Wir sind seit Jahren 10 Frauen, wobei neben Annegret, Karin und mir noch 6 Frauen seit den Anfängen dabei sind. Jede Frau macht das, was ihren Fähigkeiten am meisten entspricht und wozu sie Lust hat. So wird gestrickt, gehäkelt, genäht, Postkarten und Schächtelchen gebastelt, Marmelade gekocht, jahreszeitliche Gestecke hergestellt und vieles mehr.Wir besuchen regelmäßig Messen und Veranstaltungen um uns zu informieren, inspirieren zu lassen, um Neues in unser Programm aufzunehmen.Wir pflegen aber auch unsere Gemeinschaft, machen Ausflüge oder gehen chic Essen. Ich glaube, das unser Zusammenhalt auch darin besteht, dass wir uns gegenseitig bestehen lassen, uns respektieren und Freud und Leid miteinander teilen. Auch sind wir immer bereit Neues auszuprobieren um aktuell zu bleiben, denn der Geschmack der Basar-Besucher ändern sich ja auch.
 
Frau Böschen, Basare und die damit verbundenen Einnahmen sind das Stichwort. Sie, quasi als ''Finanzministerin'' haben den größten Überblick. Wie werden die Einnahmen erzielt und was passiert mit ihnen ?
 
Wir haben zwei Basare im Jahr: Der Erlös des Osterbasars wird für die Materialbeschaffung verwendet. So können wir den gesamten Erlös des Adventsbasars ohne Abzug der Gemeinde zukommen lassen. Hier nur eine Zusammenfassung, denn alles darzustellen würde den Rahmen des Interviews sprengen. Also: angeschafft wurde unter anderem die komplette Kücheneinrichtung, incl.  Kaffeemaschine, E-Herd, Geschirrspüler. Vorhänge für das Gemeindehaus und Sitzkissen für die Kirchenbänke. Finanziell unterstützen konnten wir die Gemeinde bei Anschaffung des Konzertflügels, der Altarleuchter, der Beleuchtung. Der diakonischen Arbeit der Gemeinde und den Kirchenmäusen konnten wir auch etwas zukommen lassen.
 
Frau Hüll, Sie als Frau der ersten Stunde haben nicht nur die Entwicklung zum Kreativtreff aktiv mit gestaltet, sondern stehen besonders für das Projekt '' Herzen gegen Schmerzen''. Wie kam es dazu und was bedeutet das ?
 
Anlässlich eines Basars kam ich mit einer OP-Schwester aus Hamburg ins Gespräch. Daraus entstand die Idee etwas für Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, zu tun. Es kristallisierte sich heraus, dass ein Kissen in einer bestimmten Herzform nach einer Brustoperation schmerzlindernd wirkt.  Die Nähte müssen so sein, dass keine Druckstellen entstehen und die Füllung muss weich, schadstofffrei und waschbar sein. 2011 haben wir 28, 2014 43 und jetzt im Oktober 2020 schon 198 Herzkissen hergestellt.Ich bin für das Nähen der Hüllen, die Frauen des Kreativtreffs für das Stopfen der Kissen und Moni für den Transport ins Klinikum zuständig. Die Schwestern und Patientinnen des Klinikums sind von den Kissen gegen Schmerzen begeistert und es herrscht eine große Nachfrage. Darüber hinaus nähe ich auch Wickeltücher mit Kapuze für Sternenkinder (das sind Kinder, die gleich oder während der Geburt verstorben sind) und kleine Taschen für Urin- und Blutplasmabeutel. Auch hier ist die Nachfrage groß. Diese Anerkennung und das Bewusstsein etwas getan zu haben, was anderen Menschen über schwere Zeiten hinweg hilft, tut uns allen gut. Das ist auch etwas, was uns als Gruppe trägt. Übrigens, wir verkaufen weder die Kissen, noch die Wickeltücher noch die kleinen Taschen, sondern nehmen nur Spenden. Es darf aber auch darauf hingewiesen werden, dass wir auf Spenden angewiesen sind, wenn wir auf diesem hohen Niveau weiter arbeiten wollen.
 
Frau Böschen, Frau Hüll und Frau Kuth, es spricht für Sie und alle Frauen des Kreativtreffs, dass Sie sich seit über 20 Jahren nicht nur so stark für die Gemeinde eingesetzt haben, sondern auch, dass Sie als Gruppen immer noch bestehen. Als letzte Frage, was wünschen Sie sich für die Zukunft ?
 
Wir wünschen uns vorrangig, dass wir alle gesund bleiben, wir gut durch die Coronazeit kommen und das weiterhin ein so guter Zusammenhalt besteht.Wir wollen Traditionelles mit Neuem verbinden und sind offen für neue Ideen. Auch würde wir gerne weitere Frauen, die Lust und Zeit (dienstags) haben im Kreativtreff für Frauen begrüßen.
 
Ich bin sehr beeindruckt, nicht nur von dem, was Sie alles geschaffen haben, sondern auch oder gerade, von Ihren Gruppenaktivitäten. Leider konnte ich nicht alles schreiben, was Sie mir erzählt haben, da das sonst den Rahmen des Interviews gesprengt hätte. Frau Böschen, Frau Hüll und Frau Kuth, vielen Dank für das interessante Gespräch. Ihnen und dem gesamten Kreativtreff alles Gute für die Zukunft, weiterhin so viel Lust, Können und Geschick bei der Gestaltung der Basare. Außerdem viel Spaß bei den Unternehmungen der Gruppe.

 
Marlis Otte
Foto: T. Stych
 
                                                                                              
 
                                                                                                         
 
 


 


 

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