Predigt - Kreuzkirche Lüneburg

Kreuzkirche Lüneburg
Kreuzkirche
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Predigt

Gottesdienst
17.11.2019, Volkstrauertag    -     Pastor Skowron
Mt 25,40  + exeget. Nachtrag

31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? …. 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan.
41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. ... 44 Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen ... und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Wird es dieses Gericht so geben, liebe Gemeinde? Ich meine nicht. Matthäus malt uns ein Gericht vor Augen, welches ein antikes Weltbild zum Hintergrund hat. Christus lebt nicht irgendwo im Himmel und kommt hernieder, setzt sich auf seinen Thron, um als königlicher Regent über alle Menschen am Ende der Zeit zu richten. Wenn wir dieses antike Weltbild übernähmen, würden wir an der eigentlichen Aussage des Textes vorbeigehen. Die Aussage zielt auf unser jetziges Leben: im anderen Menschen die Gegenwart Christi zu erkennen und diesen Menschen zu behandeln, als würden wir Christus selbst dienen.
Aufgeschlossene Bibelinterpreten -  wie Eugen Drewermann und Anselm Grün und viele andere - verstehen die Worte über das Gericht folgendermaßen (ich zitiere Anselm Grün): „Jesus will uns mit so eindeutigen Worten nur daran hindern, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen. Das Gericht, von dem Jesus spricht, ist nicht etwas Äußerliches, sondern die Konsequenz unseres Handelns. Wenn wir die Augen vor den Menschen verschließen, dann werden wir schon hier und jetzt vom Leben ausgeschlossen. Dann ist unser Leben nicht wirkliches Leben, nicht ewiges Leben, nicht Leben, wie es uns Gott zugedacht hat. Im andern Christus übersehen, heißt, sich selbst vom Leben ausschließen, heißt, auf einer sehr reduzierten Ebene zu leben. Wenn ich Christus im andern nicht sehe, muß ich den anderen als Konkurrenten sehen, als Bedrohung. Ich übersehe den Armen und Nackten, weil er mich verunsichert, weil er mich an meine eigenen verdrängten Seiten erinnert, die ich nicht wahrhaben will. Ich muss meine Augen verschließen. Aber unbewußt spüre ich, daß das keine Lösung ist. Ich muß dann die Augen immer mehr verschließen, so daß mein Leben immer enger wird, immer verschlossener. Ich schließe mich selbst vom Leben aus. Christus im andern sehen und ihm im andern begegnen, das ist der Weg zu einem erfüllten Leben, zum ewigen Leben, das hier schon eine neue Qualität hat und im Tod nicht zerstört werden kann. (Anselm Grün: Meditative Zugänge zu Gottesdienst und Predigt. S. 327)

Liebe Gemeinde,
der Volkstrauertag bietet uns die Chance, dass wir uns im Bewusstsein und in unserer Wahrnehmung wach aufstellen. Bzw. unsere Wachheit erneuern oder sie vertiefen.
Außerdem: Aus christlicher Sicht lädt uns der Volkstrauertag ein, am Ende des Gottesdienstes mit einem weiten Herzen nach Hause zu gehen.
Zuerst möchte ich über unsere Wachheit sprechen und danach über ein weites Herz, mit dem wir in die neue Woche gehen können.

Zur Wachheit: Der I. Weltkrieg und der II. Weltkrieg sind ja Geschehnisse weit zurück in der Vergangenheit. Vor 105 Jahren begann der erste Weltkrieg und der zweite vor 80 Jahren. Deshalb denke ich nicht oft an diese Kriege; vielleicht geht es Ihnen auch so, wenn Sie in der Nachkriegszeit geboren sind. Besonders denkt natürlich ihr, unsere Schülerinnen und Schüler der Gegenwart, nicht an jene Kriegsjahre. Das ist ganz verständlich. Sie, die Älteren unter uns mit einem Geburtsdatum aus den dreißiger Jahren, … Sie empfinden anders. Die Erinnerungen und Bilder sind noch ganz präsent, wie beispielsweise englische Panzer dröhnend in Lüneburg einrollten... in ihrem Gefolge andere Militärfahrzeuge und Soldaten. Und einige unter uns, die zwischen 1940 und 1945 geboren wurden, mussten mit der schweren Bürde aufwachsen, dass sie nie ihren Vater kennen lernen durften, weil er im Krieg erschossen wurde. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge veröffentlichte 2016 folgende Zahlen: Im I. Weltkrieg wurden 17 Millionen Menschen getötet, im zweiten stieg die Zahl der Opfer auf 60 Millionen. Es ist wichtig für unsere Wachheit, dass wir uns die Folgen eines Krieges bewusst machen: Die Zahl der Toten unter Angreifern und Verteidigern und der Zivilbevölkerung. Aber entscheidend ist, dass wir den einzelnen Menschen und sein Leid sehen, wo es uns möglich ist. Eine deutsche Urlauberin erzählte von Zurückhaltung und Distanz ihr gegenüber und ihrem Partner gegenüber, als sie in einem griechischen Dorf Rast machen. Sie erfahren später, dass Soldaten der deutschen Wehrmacht als sogenannte Bestrafungsaktion alle Männer des Dorfes erschossen hatten. Und die beiden verstehen die Zurückhaltung der Dorfbewohner ihnen gegenüber. Denn die Bewohner des Dorfes haben großes Leid erfahren, das heute noch ein Trauma ist in Geist und Seele der älteren und der mittleren Generation.

Das Leid und die Not von Menschen sehen, denen wir begegnen... in unserem Alltag oder im Urlaub; zu verstehen versuchen und mit Mitgefühl reagieren, wie Krieg ihr Leben verändert hat: Das gehört zur Wachheit. Und wenn ich so wach im Geist bin, kann ich auch begreifen, dass Krieg nicht mit dem ersten Schuss beginnt. Er beginnt eigentlich schon damit, dass ich ein Feindbild aufbaue oder es nicht abbaue.

Feindbilder - auch massive - spielen in Deutschland leider wieder eine politische Rolle. Sogar Frau Bundeskanzlerin Merkel wird als Feind dargestellt. Mir fällt die Aussage des AfD Politikers Gauland nach der Bundestagswahl von 2017 ein: Wir werden Frau Merkel jagen! Zitat: "Wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen. Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen." (https://www.youtube.com/watch?v=_fnja9qN2vM) Herr Gauland hat aus einer deutschnational-völkischen Gesinnung ein Feindbild aufgebaut[1]. Und aus einem Feindbild kann Gewalt erwachsen. Wir erleben in diesen Tagen, dass die rechte Szene aus deutschnationalen, völkischen Feindbildern Gewaltandrohung entwickelt und sogar Mord verübt. Sie erinnern, liebe Gemeinde: Der CDU-Politiker Walter Lübcke wurde erschossen und Morddrohungen erhalten engagierte, mutige Bürgermeister in Kreisstädten bis hin zu Bundestagsabgeordneten wie z.B. Herrn Özdemir und Frau Roth. Alle individuelle Gewalt bis hin schließlich zum nationalen Krieg hat die Keimzelle im Feindbild. Einem Feindbild kann man nur mit Haltung entgegentreten, indem man es nicht unterstützt, nicht darüber schweigend hinweggeht und selbst anders denkt und handelt. Wie Luther es sehr schön im 8. Gebot formuliert: Wir sollen ... unsern Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren.

So viel zur Wachheit heute aus Anlass des Volkstrauertags.
Ich sagte ja eingangs: Aus christlicher Sicht lädt uns der Volkstrauertag ein, am Ende des Gottesdienstes mit einem weiten Herzen nach Hause zu gehen. Was weitet unser Herz? Oder anders gefragt: Was bewahrt uns davor, ein Feindbild zu entwickeln und zu verfestigen?

Es ist das Sehen. Menschen von Gott her sehen. Das weitet unser Herz. Menschen von Gott her sehen beschreibt unsere Predigtgeschichte. Matthäus spricht hier von Jesus als einem König auf dem Thron seiner Herrlichkeit. Matthäus legt uns folgende Sichtweise nahe: Wir begegnen in den Menschen ... Jesus. Jesus als dem König. Also „wir begegnen Menschen mit einer königlichen (Würde), einer unantastbaren Würde, mit einem göttlichen Kern, weil Christus selbst in ihnen ist. Unser Verhalten ist dann dem Geist Jesu entsprechend, wenn wir so mit den Menschen umgehen[2], dass wir ihre königliche Würde sehen. Unser „Handeln folgt dem Sehen“, sagt Anselm Grün[3]. Wir haben also im anderen keinen Feind, sondern Christus selbst vor uns. Diese Sichtweise weitet unser Herz.

Mein Problem damit ist, liebe Gemeinde: Ich verliere diese Sichtweise allzu oft. Ich hätte große Lust gehabt, Alexander Gauland in dieser Predigt nach Strich und Faden auszuzählen und abzustrafen. Aber die Predigtvorbereitung hat mir wieder einmal klargemacht: In jedem Menschen begegnet mir Christus und verleiht ihm eine unantastbare Würde. Auch Alexander Gauland. Und meine Kritik an seinem Denken und Verhalten soll dies widerspiegeln. Soll also sachlich sein als Kritik an seinem Feindbilddenken.

Vielleicht sagen auch Sie von sich: Sie verlieren allzu oft die Sichtweise, dass uns wirklich in jedem Menschen Christus begegnet. - Ich habe leider keine Lösung für dieses Problem. Ich kann mir aber drei Lösungsansätze vorstellen. Sie heben jedoch die Grundproblematik nicht ganz auf. Gleichwohl merke ich: Ich komme als Person in meiner Entwicklung weiter und werde reifer sowie verlässlich friedfertiger, wenn ich eine einmal gewonnene Erkenntnis mehrfach wieder hervorhole. Also zum Beispiel die Erkenntnis: Ein Feindbild verengt mein Herz und meinen Geist. Die drei Lösungsansätze, die ich nun schildere, sind Erkenntnisse, die erst wirken, wenn wir sie immer wieder hervorholen und uns einprägen, als wären sie ganz neu.

Erster Lösungsansatz: Ich suche mir immer wieder Bekräftigungen, sogenannte Affirmationen, damit sie meinen Geist lenken und mir ins Herz sinken. Unsere Predigtgeschichte enthält eine solche Bekräftigung, eine Affirmation, die das Herz weitet und Feindbilder abbaut oder gar nicht erst entstehen lässt: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan." Es ist reizvoll und lohnend, auch Lehrsätze von anderen Religionen aufzunehmen, weil ich mich dadurch aufgrund meiner Sympathie mit ihnen verbinde und meine von Herzen kommende Toleranz verstärke. Zu unserem Thema heute kann ich Ihnen von Buddha, von Mohammed, vom Dalai Lama Orientierungen anbieten. Buddha sagte: Sieh dich selbst in anderen. Wen kannst du dann noch verletzen? Welchen Schaden kannst du dann noch zufügen? Oder Mohammed bekundete: Wünsche anderen, was du dir für dich selbst wünschst. Und der Dalai Lama: Behandle Leute nicht so schlecht wie sie selbst sind, behandle sie so gut wie du bist. Ich finde, diese Sätze sind wunderbare Bekräftigungen, Affirmationen. Sie fallen natürlich nicht vom Himmel. Wir finden sie in Büchern, Zeitschriften oder beispielsweise auf Instagram im Internet. Aber ich muss gewillt sein, für meinen Geist und für mein Herz solche Bekräftigungen zu suchen. Hier ist also auch ein spirituelles Interesse und ein bisschen Lesefleiß gefragt. Wie wir im Volksmund so trefflich sagen: Von nichts kommt nichts.

Zweiter Lösungsansatz: Er stammt von Christus und steht bei Matthäus, Kapitel 6, Vers 24: ... Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Mit Mammon meint Jesus eine materielle Lebensausrichtung. Wenn mir die wichtig ist, habe ich Angst, nicht genug zu bekommen, oder das, was ich habe, zu verlieren. Damit sehe ich auf das, was ich habe, und bin nur begrenzt bereit zu teilen mit dem Bruder oder der Schwester, die in Not ist.... seien es Obdachlose, Menschen nur mit Grundsicherung oder Geflüchtete. Aus dieser Angst kann sich recht schnell gegen diese Menschen eine Aversion entwickeln oder sogar ein Feindbild. Ich kenne diese Nicht-genug-Angst gut und versuche loszulassen und mich im Vertrauen zu gründen, dass mir alles Notwendige gegeben wird. Ich mache mit diesem Vertrauen auch gute Erfahrungen. Aber ich spüre ebenso, wie schnell ich wieder anhafte. Insofern stimmt, was ich vorhin sagte: Ich kann hier keine effektive Problemlösung vortragen. Es greift aber der Lösungsansatz Nummer 1: Je häufiger ich mir die Bekräftigung, die Affirmation, vergegenwärtige „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich das Anhaften am Habenwollen im konkreten Moment loslassen kann.

Dritter Lösungsansatz: Ich kann Christus im anderen nur schwer erkennen, wenn ich in ihn hineindeute, was ich an mir selbst nicht mag und nicht anschauen möchte. Die Psychologie nennt dies: Projektion. Also zum Beispiel: Ich will es für mich nicht wahrhaben, dass ich mein Leben sehr materiell ausrichte und diese meine materielle Ausrichtung projiziere ich in den andern. Dann behaupte ich vielleicht: Obdachlose sind faul, wollen ein bequemes Leben führen und liegen dem Sozialamt auf der Tasche. Und ich übersehe dabei, dass sie auf verschiedenen Ebenen im Leben schwer gescheitert sind. Aber jeder Mensch kennt Scheitern. Nur wenn ich mein eigenes Scheitern nicht anschauen und annehmen mag, dann kann es geschehen, dass ich es anderen vorwerfe und ihr Verhalten scharf kritisiere.

Ich, Sie, wir alle sind nicht frei von unterschiedlichen Projektionen. Das ist ganz menschlich. Wenn ich mein Herz öffnen und weiten möchte, dann hilft es mir, wenn ich bereit bin, Projektionen zurückzunehmen. Projektionen zurücknehmen kann gelingen, wenn ich an mir beobachte, ob ich erregt aufgeladen eine sehr feste Meinung vertrete. Und dann bereit bin, mich selbst zu fragen: Übersehe ich einen eigenen Anteil? Projektionen zu erkennen und zurückzunehmen, ist jedoch keine einfache Sache. Insofern sind wir wieder an dem Punkt angelangt, dass ich sagen muss: Ich kann hier keine effektive Problemlösung vortragen.

Ich wünsche uns trotzdem, dass wir alle heute Morgen unter meinen Anregungen etwas gefunden haben, das uns weiter bringt in unserer persönlichen Entwicklung, Frieden zu unterstützen oder zu schaffen. Die Vorstellung weitet mein Herz jedenfalls, dass ich im innersten Kern jedes Menschen Christus erkennen könnte. Anselm Grün kommentiert: „ich kann auch sagen: im andern ist ein guter Kern, da ist zumindest die Sehnsucht, gut zu sein.[4] Vielleicht fühlen auch Sie sich von dieser Sichtweise angerührt. Unser Herz weitet sich, wenn wir unsere Mitmenschen von Gott her sehen, wenn wir dadurch ihre Not erkennen und ihre Bedürfnisse wahrnehmen. Unsere Predigtgeschichte spricht ja beispielsweise von Menschen mit Hunger. In unserer unmittelbaren Umgebung hungern die wenigsten Menschen nach Brot. „Sie haben Hunger nach Liebe, nach Zuwendung, nach Angenommensein, nach Geborgenheit; sie hungern nach einem Wort, das ihrem Leben Sinn gibt, nach einem Wort der Liebe, das Licht bringt in ihre Dunkelheit. Und wir begegnen Menschen, die Durst haben nach Leben, die voller Sehnsucht sind nach mehr als das, was sie sehen und betasten können, die nach Gott dürsten...[5]. Dieses wahrzunehmen, mit offenen Augen zu sehen und mit weitem Herzen zu reagieren, wo es mir möglich ist und es mich nicht überfordert, dazu verhelfen mir auch wörtliche Bekräftigungen, Affirmationen, aus heiligen Schriften. Aber nichts ist perfekt. Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallen ist ein göttliches Ziel, welches noch nicht Wirklichkeit ist. Weltlich gesprochen am Volkstrauertag: Krieg soll nicht mehr sein, sondern Frieden, soziale Absicherung und Freiheit. Das ist unser Traum vom Leben überall auf der Erde. Dazu einen ganz kleinen Beitrag zu leisten, das ist mein persönlicher Traum. Darum hole ich immer wieder hervor diese wegweisenden Bekräftigungen: Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Buddha sagte: Sieh dich selbst in anderen. Wen kannst du dann noch verletzen? Welchen Schaden kannst du dann noch zufügen? Mohammed bekundete: Wünsche anderen, was du dir für dich selbst wünschst. Und der Dalai Lama: Behandle Leute nicht so schlecht wie sie selbst sind, behandle sie so gut wie du bist. Der Christus schenkt die Einsicht: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan." Darum Luther: Wir sollen ... unsern Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren. Amen


[1]    „Die AfD sieht ihre politischen Konkurrenten nicht als Gegner, sondern als Feinde. Jeder kann das im Bundestag und in den anderen Parlamenten sehen. Auch reicht im Grunde ein kurzer Ausflug auf Webseiten der AfD, die von Hass und Respektlosigkeit gegen Minderheiten, aber auch gegen die Kanzlerin geprägt sind - jene Frau, die seit zwei Jahrzehnten das Gesicht der CDU ist“. (Süddeutsche Zeitung online 13. 2019)
[2]    Anselm Grün: Meditative Zugänge zu Gottesdienst und Predigt. S. 324
[3]    A.Grün. S. 327
[4]    Anselm Grün S. 326
[5]    Anselm Grün S. 325


Bild:sokaeiko  / pixelio.de
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